Weg mit gläsernen Decken: Sounds queer? Klingt gut!

KATHARINA SEIDLER | 10.01.2019   

Ein herrlicher Ort: Die Schönbrunner Straße 6. Ein Freiraum, in dem sich interessante Menschen unter dem Motto „Play – Record – Share“ vernetzen. Die Crew der Transformer-Plattform nimmt dort etwa mit ihrem Vinylographen Platten in Echtzeit auf, druckt Fanzines und veranstaltet Label-Märkte, Konzerte und Bar-Abende. Außerdem wird der verkürzt SSTR6 genannte Raum von 9. bis 13. Jänner zur Homebase des Sounds Queer? Festivals. Im Rahmen von Workshops können Interessierte dort in die Welt von DIY-Elektronik-Schaltungskreisen und Hardware-Synthesizern hineinschnuppern, Wissen austauschen und musizieren. Die neu erlernten Skills werden am Samstagabend bei einer gemeinsamen Jam-Session in die Tat umgesetzt. Das Sounds Queer? Festival richtet sich vorrangig an Frauen, Femmes, queere, trans und non-binäre Personen, die dort mögliche Berührungsängste mit elektronischer Musik ablegen können; die Veranstaltungen stehen aber jedem offen, der bereit ist, die eigenen Privilegien in Frage zu stellen.

VORSCHAU

FREITAG: Der Brite Majora tanzt mit funky Steps zum Club Sir3ne ins Fluc, Mieze Medusa & Tenderboy speien bei Gürtel Squad im Rhiz „Beats und Raps gegen den Stillstand“ und alllone, Aplot u.a. treffen sich zur experimentellen Hip-Hop-Nacht im Celeste. Bellaire & Matthieu Faubourg reichern ihren gutgelaunten House in der Pratersauna mit Saxofonen, funky Pianos und Disco-Sprengseln an, Thomas Schumacher arbeitet sich in der Grellen Forelle an Techno mit den Attributen treibend, minimalistisch und progressive ab und den Club Horst betritt man zur Disco-Party mit Wolfram heute von hinten (Bauernmarkt 22).

SAMSTAG: Zwischen Tekkno-Hard-style und Spoken-Word-Performance sind die Shows von Mermaid & Sea-
fruit immer spannend, heute gemeinsam mit dem Science-Fiction-Trap-Zerschredderer Bulma im Venster99. Alicia Carrera beweist bei Hertz+Phon im Fluc Auskennerinnentum zwischen Dark Wave, Slow-Motion-Industrial-Techno, Tribal House und Allem dazwischen während im Werk der Acid-Techno-Maestro Tin Man auf den schwedischen Dark-Wave-Freestyler Prins Emanuel trifft. Djebali importiert funky und deepen House aus Paris in die Pratersauna und die hausgemacht-Crew will sich in der Grellen Forelle zwischen Techhouse, House und Disco nicht entscheiden.


Flyer der Woche ausgesucht von Lisa Kiss