Black Acetate

John Cale


Zwei Jahre nach dem sehr guten "HoboSapiens" legt der einstige Velvet-Underground-Visionär John Cale bei vorsichtiger Reduktion des Elektronikanteils auf hohem Niveau nach und schafft es innerhalb von 13 bei aller Stilvielfalt doch recht gut miteinander korrespondierenden Songs, gleichsam zurück, um sich und nach vorne zu blicken. Überrascht mit "Outta the Bag" eingangs ein hübsches Stück Glamrock, so gibt sich "For a Ride" gleich darauf geradlinig rockig; "Brotherman" schließt avantgardistisch elektroid an. Mit "Satisfied" und "In a Flood" folgen zwei ruhigere Songs zwischen Harmonie und hintergründiger Spannung, "Hush" lässt erahnen, warum u.a. die Gorillaz und Dr. Dre als Einfluss des Albums gelten, und "Woman" packt reduzierte Elektrobeats und kraftvollen Gitarrenausbruch dann gleich überhaupt in ein und denselben Song.

Gerhard Stöger in FALTER 40/2005



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