Same

LALELOO


Zwei Silberlinge: einer mit den Originaltracks von Robert Lepenik, einer mit Neuinterpretationen dieser Tracks von Musikern der unterschiedlichsten Szenen und Genres. In den Nummern von Melville tritt Lepeniks Liebe zum Kino, zu den legendären Streifen der Fünfziger- und Sechzigerjahre zum Vorschein.Robert Lepenik wetzte bei der kompromisslos dröhnenden Industrial-Combo mit Hang zum Noise, die vom gröhlenden FM4-Moderator Christian Fuchs angeführt wurde und sich 2003 auflöste, die Riff-Gitarre. "Antibody" ist jene Platte, auf die sich die meisten einigen können werden: obszöne Texte, die ins Mikro gekotzt werden, darunter wüste Beats und dröhnende Geständ- und Bekenntnisse, inklusive der legendären industrialisierten Coverversion von Human Leagues "Being Boiled".Lepeniks erste Solo-CD auf dem Grazer Experimental-Label tonto ist eine Reise ins Unterbewusstsein musikalischer Strukturen und Formen: Lose Samples, verwischte Gitarrenharmonien, subsonische Melodiebögen und Effekt- und Frequenzmodulierungen ad lib. sind diesem Silberling eingefräst.LALELOO bezeichnet Lepeniks gemeinsames Projekt mit dem Neue-Musik-Komponisten Bernhard Lang. Die beiden spielen looporientierte improvisierte Elektronik, die live durch Visuals von Edda Strobl unterstützt wird. Das erste Album der Kooperation erschien ebenfalls auf tonto und bietet Knistern und Knarzen galore.

Christoph Marek in FALTER 29/2005



ANZEIGE


FALTER abonnieren
×