Has a Good Home

Final Fantasy


Wenn im kanadischen Alternative-Pop Streicher ins Spiel kommen, ist für gewöhnlich Owen Pallett dafür verantwortlich. Der klassisch ausgebildete Arrangeur und Komponist hat u.a. schon die Queer-Folk-Hymnen der Hidden Cameras veredelt und die fantastischen Arcade Fire mit Streicherklängen versorgt. Mit seinem Soloprojekt Final Fantasy beweist er, dass eine ungemein variantenreich gespielte Violine als zentrales Element ein ganzes Album tragen kann, sofern das Songmaterial nur gut genug ist. Pallett gelingt hier das Kunststück, artifizielle Distanz zu wahren und gleichzeitig hochemotional zu sein. Ein bisschen erinnert er damit an den jungen John Cale - allerdings nicht in schwarzes Leder, sondern in grau-lila Plüsch gewandet.

in FALTER 28/2005



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