XL

Rundfunkchor Berlin


Im Pop gilt der dreistimmige Gesang der Beatles als Gipfel vokaler Kunst; die Vokalpolyfonie der Renaissance brachte es locker auf die Koordination von vierzig verschiedenen Stimmen in einem Stück. Eine Sache für Profis also - wie den vierzigköpfigen Rundfunkchor Berlin unter Simon Halsey, der seine CD mit einer Motette von Thomas Tallis eröffnet und daneben mit Gregorianik, Barock (Bach, Purcell), 20. Jahrhundert (Kódaly) und Gegenwart (Pitts, Harvey) die lange Tradition großformatiger A-cappella-Musik demonstriert. Diese Platte zeigt auch, was das in Deutschland derzeit heftig diskutierte öffentlich-rechtliche System der Rundfunkchöre und -orchester zu leisten vermag. Der ORF-Chor wurde übrigens 1994 aufgelöst.

in FALTER 27/2005



ANZEIGE


FALTER abonnieren
×