Eat My Heart Out

Kevin Blechdom


Spielerische Maskerade und irritierende Offenheit gehen bei Kristin Erickson alias Kevin Blechdom nicht nur bei ihrem Künstlernamen der Marke "Geschlechterverwirrung, jetzt" Hand in Hand. Holt man ihre zweite CD aus dem hübschen Comicschuber, blickt einen die nackte Frau Blechdom lächelnd an, lediglich eine Hand voll blutiger Innereien hält sie sich vor die Brust. Die Songs halten, was dieses Drumherum verspricht: Vorwiegend am Computer generiert, klingen sie doch weniger nach amtlicher Elektronik als vielmehr nach Rummelplatz, Heimwerkerrevue und zweckentfremdetem elektronischen Kinderspielzeug; mit einer Mischung aus aufgesetzter Theatralik und echter Emotionalität singt sie dazu Texte über die Liebe und allerlei damit verbundene Unbilden. Hart, aber herzlich.

in FALTER 26/2005



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