The First Recordings

Friedrich Gulda


Friedrich Gulda (1930-2000) war immer für eine Überraschung gut, und das galt schon für seine allerersten, zwischen 1947 und 1949 für die Decca in London entstandenen und nun auf CD wieder veröffentlichten Schallplattenaufnahmen. Da spielt der 17-Jährige nicht nur kleinere Klassiker von Bach, Mozart und Beethoven wie ein junger Gott, sondern zeigt mit Chopin (zwei Etüden, eine Ballade) und Debussy (aus "Images I") auch seine weniger bekannte frankophile Seite. Gulda selbst hat später einmal behauptet, mit 17 schon ein "fertiger" Pianist gewesen zu sein; wie sehr diese Einschätzung zutraf, ist aber doch überraschend. Und noch eine Überraschung bietet diese CD: Guldas mitreißende Interpretation von Prokofjews wuchtig-rasanter 7. Sonate. Ein Jammer, dass er diesen Komponisten später nie mehr gespielt hat.

in FALTER 24/2005



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