Get behind Me Satan

The White Stripes


Das gewohnt stramme Eröffungsstück "Blue Orchid" mit seinem genial simplen Riff tut noch so, als ob nichts geschehen wäre, aber zwei Jahre nach "Elephant" präsentieren sich die White Stripes auf ihrem fünften Album deutlich verändert. Abgesehen von drei flotten Rockern ist dieses den Neosuperstars nämlich zu einer erstaunlich ruhigen Angelegenheit geraten. Auch wird der radikal minimalistische Ansatz des Duos, ja keinen Ton zu viel zu spielen, in einer ganzen Reihe von Stücken durch den Einsatz von Piano und Marimba ein wenig aufgelockert - ohne freilich an der obersten Regel zu rütteln, die jegliche musikalische Redundanz verbietet. "Get behind Me Satan" hat nicht dieselbe elektrisierende Kraft wie "Elephant" und wird wohl eher als ein Liebhaberwerk in den White-Stripes-Kanon eingehen, Jack und Meg öffnen sich damit für ihre Zukunft jedoch einige Türen.

in FALTER 23/2005



ANZEIGE


FALTER abonnieren
×