Drama Box

Mísia


Das internationale Konzertpublikum scheint vom Fado allein, dem passionierten Herzschmerzgeschluchze aus Lissabon, mittlerweile etwas fadisiert. Denn mit Ausnahme der neuen Fadokönigin Mariza setzen so gut wie alle Stars der Szene auf Programmerweiterung. Jüngstes Beispiel: Mísia, die auf ihrer achten Platte den Tango und den Bolero für sich entdeckt hat, quasi den Fado von Buenos Aires. Also liebt und leidet die aparte Hohepriesterin der Schwermut diesmal teils auf Spanisch, teils auf Portugiesisch, aber immer mit - gut Wienerisch - "vü zvü gfü". Und für die, die immer noch nichts verstehen, trägt Ute Lemper ein besonders passioniertes Gedicht in deutscher Übersetzung vor.

in FALTER 23/2005



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