Closer

Beady Belle


Mit "Skin-deep" eröffnen Beady Belle mit einem programmatischen Bekenntnis zur geheimnislosen Schönheit der Oberfläche ("Beauty is only skin-deep"), das allerdings "with my tongue in my cheek", also ironisch vorgetragen wird - und mit Ironie lässt sich bekanntlich gut darüber hinwegtäuschen, dass die Wahrheit eh wortwörtlich am Tablett liegt. Gemeinsam mit Bassist Marius Reksjo und unter Mithilfe des Masterminds des norwegischen Jazz Bugge Wesseltoft hat Sängerin Beate S. Lech ein Album geschaffen, dass sich nicht als authentisches Singer/Songwriting missverstehen lässt: Eine sich meist in sicherer Mittellage bewegende aparte Stimme, kombiniert mit moderaten, aber sehr zeitgemäßen Dienstleistungen aus Programmierabteilung und Studiotechnik - kann gefahrlos zur zweiten oder dritten Cocktailrunde eingelegt werden.

in FALTER 20/2005



ANZEIGE


FALTER abonnieren
×