Hotel

Moby


Als Vorzeigegutmensch war der mit den unterschiedlichsten stilistischen Wassern zwischen Rock, Techno und Schmusepop gewaschene New Yorker Glatzenträger seit jeher nicht zu knapp mit Spöttern konfrontiert. Mit seinem letzten Album "18" musste sich Moby dann vor allem auch musikalische Kritik gefallen lassen. Verglichen mit dem neuesten Werk des vorwiegend im Alleingang tätigen Heimarbeiters sehnt man sich aber geradezu zurück nach diesem etwas schematisch angelegten, oftmals aber doch sehr einnehmenden Sample-Pop. Das eine oder andere ganz nette Stück gibt es zwar auch hier; in seiner Grundtendenz ist das gänzlich samplefrei eingespielte "Hotel" aber vor allem von schwülstiger Banalität geprägt - und zwar ganz egal, ob das Tempo forciert wird oder esoterischer Schönklang sein kitschiges Haupt erhebt.

in FALTER 11/2005



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