The Out of Towners

Keith Jarrett, Gary Peacock, Jack DeJohnette


Nachdem sich Keith Jarrett um den Jahrtausendwechsel neu erfunden und zwei atemberaubende Livealben ("Inside Out", "Always Let Me Go") mit eigenen Stücken eingespielt hat, macht er nun sozusagen wieder Dienst nach Vorschrift auf höchstem Niveau, sprich, er spielt wieder ein Standardalbum nach dem anderen ein (man hat längst zu zählen aufgehört). Viel lässt sich dazu ohnedies nicht mehr sagen: Hier agieren drei Herren, die niemanden mehr etwas beweisen müssen - zwischen aufgeräumter Erzählkunst, hoher Abstraktionsleistung und einer mitunter doch auch kühnen Dramaturgie, die ohne große Gesten auskommt. Und wenn sich das Trio einmal des Blues annimmt, diesen nachgerade zu hymnischen Höhen führt, dann greift man naturgemäß auch auf gut erprobte Versatzstücke zurück. Aber so hat man es dann doch noch nicht gehört.

in FALTER 38/2004



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