Juxtaposition

Radian


Sein hermetisches musikalisches System im Zeichen von neuer Avantgarde, Selbstbeherrschung und unterdrückter Spielfreude hat das Wiener Trio schon mit dem letzten Album "Rec.Extern" (2002) ein wenig geöffnet. Auf "Juxtaposition" lassen sich Radian nun sogar zu Grooves und Melodien hinreißen. Allerdings werden die sorgsam aufgebauten Tableaus stets wieder vom Tisch gewischt, bevor sich eine gemütliche Sogwirkung einstellen kann. Die Grundkoordinaten haben sich insofern gar nicht sehr verändert: Immer noch machen Brandlmayer, Németh und Norman bislang ungehörte Musik, die über die Wirkung akustisch und elektronisch erzeugter Sounds und deren Zusammenspiel ins Staunen gerät. Nur laden sie hier erstmals explizit zum Mitstaunen ein.

in FALTER 34/2004



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