Amassakoul

Tinariwen, Alhabib/Abdoulahi/Touhami


Der Rock wurde kürzlich fünfzig Jahre alt, ist aber irgendwie doch älter und stammt - wie wir Menschen - angeblich aus Afrika. Was passiert, wenn Stromgitarre und Verstärker zu ihrer vermeintlichen Wiege zurückkehren, das demonstriert die Band Tinariwen, die aus Flüchtlingen aus Mali und Libyen besteht, vom Observer als die "Rolling Stones der Sahara" abgefeiert wurde und vom Guardian gar als die "ultimative Gitarrenband". Naja. Auf Amassakoul, ihrer neuesten Platte, gibt jedenfalls weiterhin Mutter Afrika den Ton an, also ostinate Figuren fast ohne Ende sowie Call-and-Response-Gesänge bis zum Abwinken. Zusammen mit den wuchtigen Gitarren ergibt das freilich einen ziemlich anständigen Groove, der immer wieder hypnotische Qualitäten entfaltet.

in FALTER 29/2004



ANZEIGE


FALTER abonnieren
×