Lieder

Bernarda Fink, Antonín Dvorák


Eine so konsonantenreiche Sprache wie die tschechische zu vertonen gehört schon zu den größeren musikalischen Herausforderungen. Antonín Dvorák (1841-1904) hatte damit kein Problem. Allein 93 tschechische Lieder hat er komponiert, weitgehend in der romantischen Tradition nach Schubert ("Vier Lieder", op. 82) und oft bereichert um jenes spezifische, ganz und gar unchauvinistische nationale Aroma, wie es sich in folkloreinspirierten Rhythmen und Melodien ("Im Volkston", op. 73) oder der klavieristischen Nachahmung eines Zymbalons ("Zigeunermelodien", op. 55) zeigt. Mit ihrem warmen Timbre und unprätentiösen Ausdruck ist die hier von Roger Vignoles fast schon zu dezent begleitete Bernarda Fink eine wunderbare Interpretin von insgesamt 33 Dvorák-Liedern - auch, weil all die HácÇeks für sie keine Herausforderung darstellen: Die argentinische Mezzosopranistin spricht und singt fließend Tschechisch.

in FALTER 28/2004



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