Das Weltall ist zu weit

Die Sterne


Mit ihrem siebten Studioalbum befreien sich die schlauen Hamburger Funkrocker von der künstlerischen Midlife-Crisis der letzten Jahre und legen eine ihrer gelungensten Arbeiten überhaupt vor. "Das Weltall ist zu weit (und der Rest ist schon verteilt)", lautet der komplette Titel, und er enthält bereits das zentrale Thema der Platte: Zur geschickten Mischung aus rockiger Geradlinigkeit, gebremst euphorischem Groove und kontrollierter Experimentierfreude reflektiert Frank Spilker in pointierten Texten die ungerechte Verteilung von Wohlstand, Glück und Karriereverläufen. Diese aus dem Privaten schöpfende Globalisierungskritik klingt bisweilen desillusioniert, ist aber nie verbittert - und widersteht zudem der Versuchung, parolenhaft neue Verteilungskämpfe zu propagieren.

in FALTER 22/2004



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