Baptism

Lenny Kravitz


Der umstrittene König des Funkrock wirft sich auf seinem siebten Album in die Pose des Täufers, des Sakramente spendenden "Minister of Rock 'n' Roll". Als solcher verkündet er dezent ironisch, er würde den Starrummel und das Geld am liebsten gegen einen Chevy und eine alte Gitarre eintauschen ("I Don't Wanna Be a Star"). Niemand würde ihn daran hindern, ist man fast geneigt zu sagen, wäre da nicht die Musik, die weniger mit dem anbiedernden Mainstream-Rock der letzten Alben zu tun hat, sondern eher an die Frühwerke "Let Love Rule" (1989) und "Mama Said" (1991) erinnert, ohne freilich ganz deren Klasse zu erreichen.

in FALTER 21/2004



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