Musicology

Prince


Prince Rogers Nelson zählt nicht nur zu den verschrobensten Eigenbrötlern im Musikgeschäft. Der 45-Jährige ist vor allem auch ganz vorne mit dabei, wenn es um die kreativsten Köpfe im Pop des letzten Vierteljahrhunderts geht. Seine Namensspinnereien sind mit diesem Major-Comeback ebenso vom Tisch wie sein Rückzug auf Independentstrukturen und das Internet als Veröffentlichungsplattform. Unabhängig von aktuellen Trends präsentieren die zwölf vom Meister wie gehabt im Alleingang eingespielten und für seine Verhältnisse erfreulich schnörkellosen Songs neuerlich eine knapp vor der Explosion stehende Testosteronbombe zwischen flinkem Funk, verführerischem Bettgeflüster und weltumarmenden Gesten. In seinen besten Momenten erinnert das durchaus an einstige Großtaten.

in FALTER 17/2004



ANZEIGE


FALTER abonnieren
×