Carried To Dust

Calexico


Die Luft flirrt, unterm Cowboyhut perlt der Schweiß hervor. Die Zeit scheint stillzustehen. Aber der Eindruck trügt, denn die Wüste lebt, und sie schillert auch diesmal in ganz unterschiedlichen Facetten. Dass die Zutaten inzwischen bekannt und vertraut sind, stört nicht wirklich. Calexico haben die geschickt zwischen Authentizität und Kunstlied in Cinemascope balancierenden Akus-tikreisen durchs amerikanisch-mexikanische Grenzgebiet schließlich erfunden. "Carried to Dust" hat in seiner ruhigen Ausrichtung wohl etwas weniger Hitpotenzial als die Vorgängeralben, entfaltet aber einmal mehr nachhaltige Reize.

Gerhard Stöger in FALTER 36/2008



ANZEIGE


FALTER abonnieren
×