Tchamanché

Rokia Traoré


Sie wolle moderner klingen als bislang, aber immer noch afrikanisch, verkündete Rokia Traoré zu ihrem neuen Album, dem ersten auf einem Majorlabel. Und wer nun befürchtet, dass damit der Ausverkauf der großartigen Musikerin aus Mali begonnen habe, kann beruhigt sein: Zwar hat sie traditionelle Instrumente wie das Balafon durch eine alte Rockabilly-Gitarre ersetzt (eine Gretsch), ihre engagierten Texte singt sie aber nach wie vor auf Bamana. Vor allem aber haben Traorés Kompositionen nichts an Qualität und Originalität verloren. Derart überzeugende Eigenständigkeit findet man weder im Pop noch in der Weltmusik häufig.

Carsten Fastner in FALTER 31/2008



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