Wien bleibt KRK

Georg Breinschmid


Der stupende Kontrabassist und zum Jazz abgewanderte Exphilharmoniker hat seiner Heimatstadt eine mehr schmissige denn schwermütige Hommage gewidmet, die auch dem Umstand Rechnung trägt, dass der Balkan am Rennweg beginnt. Im Trio mit Akkordeon und/oder Violine(n) wird das Walzerschrammelweanalied mit Dissonanzen gewürzt, launig dekonstruiert und hätte es ein fesches Album gegeben. Mit Thomas Gansch ist dann aber definitiv ein Scherzkeks zuviel im Studio: Der Spagat zwischen Kasperei und dem gutgemeinten, aber schwer erträglichen Sentiment am Schluss kann nur schiefgehen. Schade.

Klaus Nüchtern in FALTER 21/2008



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