Venice

Christian Fennesz


Das vierte Studioalbum des Laptop-Melancholikers - und das erste, das nicht restlos begeistern will. Keine Frage, Fennesz' Meisterschaft im digitalen Aufbereiten von leise weinenden Gitarrenklängen ist konkurrenzlos. Und dass der Harmoniesüchtige die Störgeräusche seiner ersten Produktionen irgendwann verlieren würde, wird nur wenige Hörer stören. "Venice", on location aufgenommen, geriet ihm bei aller molligen Schönheit aber zum etwas gar wellenlosen Soundmeer, dessen Wohlklang nicht über die volle CD-Länge zu fesseln weiß. Fantastisch allerdings das Stück mit David Sylvian ("Transit"), der sich auf fragmentarischen Klangtupfern vom alten Europa verabschiedet.

in FALTER 15/2004



ANZEIGE


FALTER abonnieren
×