Memories of Björn Bolssen

Tupolev


Die große Geste ist die Sache von Tupolev nicht. Die Kraft des Wiener Quartetts liegt eindeutig in der Ruhe. Auf ihrem Debüt "Memories of Björn Bolssen" beeindrucken die Musiker zwischen Pianominiaturen, mysteriösen Orgelklängen und angeschrägten Slow Grooves mit einer leisen Intensität, die in den besten Momenten an die Krautrockesoteriker Popol Vuh heranreicht. Dabei klingen Tupolev weder sektiererisch noch behäbig akademisch, wie es Postrockensembles gerne mal passiert. Ihre Stücke strömen stoisch, aber nicht ereignislos dahin. Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss.

Sebastian Fasthuber in FALTER 15/2008



ANZEIGE


FALTER abonnieren
×