Ultravisitor

Squarepusher


Vor bald zehn Jahren galten Tom Jenkinsons musikalische Bastarde aus ultranervösem Drum-'n'-Bass-Gefrickel und etwas miefigem Jazz als großes Ding. Dann war lange Schweigen. Jetzt knallt der Mann völlig unerwartet einen kunstvollen Monolithen von einem Album hin, dass einem der Mund offen bleibt. Das böse Bass-Slappen lässt er zwar nach wie vor nicht ganz sein, doch davon abgesehen fehlt seiner Musik nun auf einmal der Nervfaktor. Stattdessen nähern sich die nach rätselhaften Mustern funktionierenden "Ultravisitor"-Kakophonien in ihren besten Momenten den Umlaufbahnen der Planeten Sun Ra und Miles Davis (der Elektrische natürlich). Ein kosmisches Vergnügen.

in FALTER 12/2004



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