Big Four Live

Max Nagl, Steven Bernstein, Noel Akchoté, Bradley Jones


Ihren Namen beziehen Big Four von einem Quartett der Vierzigerjahre, und in der Tat reichen die musikalischen Rückgriffe bis tief in die Prä-Swing-Ära (Steven Bernstein entlockt seiner Trompete Töne, die im zeitgenössischen Jazz lange Zeit schwer verboten waren). Der beim Jazzfest Willisau 2005 mitgeschnittene Auftritt ist in jenem charmant undogmatischen Idiom gehalten, für das Max Nagl bekannt ist, und das zwischen dem Soundtrack zu imaginären Stummfilmen und Kaffeejausenjazz kontemplative Räume öffnet, auf den Stillstand zusteuert, um dann plötzlich wieder Fahrt zu gewinnen.

Klaus Nüchtern in FALTER 38/2007



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