An End Has A Start

Editors


Indie alt & neu

(...)Auch die britischen Editors haben Joy Divisions schmales Werk
genau studiert. Den dabei gewonnenen Erkenntnissen fügen sie auf "An
End Has a Start" (Pias/Edel) noch eine kräftige Portion
Schwermut-Synthiepop der Marke Ultravox ("Dancing with Tears in My
Eyes") dazu. Ihre Neigung zu Pathos und großer Hymne lässt die
Editors fallweise zwar zu dick auftragen, eine Reihe ziemlich guter
Songs macht das aber wieder wett.

Wirklich gute Songs sucht man auf "Twilight of the Innocents"
(Warner), dem neuen Album von Ash, vergeblich. Als
Britrock-Jungspunde sind Tim Wheeler & Co Mitte der Neunziger durch
ihre pfiffige Unverfrorenheit berühmt geworden, die zündenden Ideen
scheinen aber ebenso aufgebraucht wie die echt empfundene Euphorie.
Was bleibt ist solides Powerpop-Handwerk, das im Soundtrack einer
durchschnittlichen amerikanischen Teenie-Fernsehserie zwar nicht
ungut auffallen würde, darüber hinaus aber kaum etwas zu bieten hat(...)

Gerhard Stöger in FALTER 28/2007



ANZEIGE


FALTER abonnieren
×