Universal Indians

Dark Meat


Kosmisch gut eingegroovte Menschen haben mir dieses Album empfohlen, wofür ihnen an dieser Stelle herzlich gedankt sei. Denn die Musik des dreiundzwanzigköpfigen (23!!!) Ensembles aus Athens, Georgia, ist von einer heiligmäßig meschuggenen Durchgeknalltheit, die ihresgleichen sucht und auch nach Ostern Spontanauferstehungen zu bewirken vermag. Wohl kaum je haben die Textzeilen "I'm a dead man" oder "Well, fuck you then" dermaßen lebensbejahend geklungen. Der furiose Eklektizismus versöhnt harmonieselige Sixitiesgesänge mit kollektiver Kakofonie und klingt ein wenig, als ob man die Mothers Of Invention mit dem Sun Ra Arkestra fusioniert hätte, als ob Albert Ayler Humor gehabt hätte und die Hippies eigentlich Punks gewesen wären. Im Pantheon tribalistischer Krachkollektive sitzen Dark Meat zur Linken von Shibusa Shirazu und zur Rechten von Akron/Family. Polytheismus rules!

Klaus Nüchtern in FALTER 14/2007



ANZEIGE


FALTER abonnieren
×