Dylanesque

Bryan Ferry


Unser liebster Dandy singt unseren liebsten Grummler. Er hat das im Laufe seiner Karriere ja immer wieder mal gemacht. Letztes Jahr spielte er in einer Pause von den komplizierten Aufnahmen des neuen Roxy-Music-Albums flott elf Dylan-Songs ein. Die brüchige Stimme klingt lässiger denn je, die Begleitband agiert leider eine Spur zu lässig und abgeklärt. Ferrys Versionen von "Just Like Tom Thumb's Blues" oder "Simple Twist of Fate" wippen ansprechend dahin, setzen teils auch verborgene Melodien frei, vermögen jedoch nur phasenweise zu berühren. Der wahre Funke fehlt. Wie würde wohl das Gegenteil klingen - Dylan singt Ferry?

Sebastian Fasthuber in FALTER 10/2007



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