Not Too Late

Norah Jones


Mit Soloalbum Nummer drei perfektioniert der amerikanische Superstar von nebenan das Motto "unspektakulär, aber schön": Geschmackvoll wird die Gitarre gezupft, das Schlagzeug gestreichelt, das Piano sanft getupft. Ein Blues à la Tom Waits ("Sinkin' Soon") wird für den garantiert nikotinfreien Coffeeshop entschärft; eine schnurrende Hammond-Orgel verleiht "Thinking About You" hübschen Siebzigerjahre-Soul-Touch; Streicher verzieren die Mixtur aus Erwachsenenpop und countryfiziertem Folk immer wieder einmal dezent; und eine Pianoballade wie "My Dear Country" erinnert schließlich daran, warum Norah Jones im Prinzip als Jazzerin gilt. Gesanglich ist die vor Manierismen gefeite Künstlerin weiterhin eine Klasse für sich, als Songwriterin - erstmals verzichtet sie gänzlich auf Coverversionen - noch nicht ganz.

Gerhard Stöger in FALTER 4/2007



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