Giuffre Zone

Preinfalk Trio


Ganz so vergessen, wie die Liner Notes suggerieren, ist Jimi Giuffre wohl auch nicht, aber es stimmt schon: Dessen Anfang der Sechziger auf Alben wie "Fusion" und "Thesis" verwirklichte progressive Variante des Cool Jazz ist eine Sache für Connaisseure geblieben. Wie frisch und unverbraucht die kristalline Schönheit der sowohl zerebral kühnen als auch aufwühlenden und sogar herzerwärmenden Musik des Giuffre-Trios auch heute noch ist, beweist die teils mimetische, teils weiterführende Annäherung durch Gerald F. Preinfalk (Klarinetten, Saxes), Christoph Cech (Piano, Synth) und Per Mathisen (Bass). Gut ein Drittel der Musik stammt aus der präironischen Phase von Carla Bley, der Rest von Giuffre bzw. seinen mehr als bloß begabten Adepten. Eines der schönsten heimischen Jazzalben seit langem!

Klaus Nüchtern in FALTER 3/2007



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