Bubenlieder

Ernst Molden


Die neue Platte von Ernst Molden hört sich an, als wäre man im falschen Film. Obwohl die erdige Gitarre und der heulende Fotzhobel nach mittlerem Westen klingen, kommen die "Bubenlieder" unverkennbar aus Wien. Gleich nach der Stadtgrenze, wo der schwarze Wienerwald "brüllt", beginnt die Wildnis. Zwar sind die Geschichten, die Molden mit seiner Reibeisenstimme erzählt, manchmal ein bisschen unheimlich, aber fürchten muss man sich nicht. Die Wirklichkeit ist für Ernst Molden ein Abenteuerspielplatz, und sogar die Hölle ist hier nur "ein Land voller wilder Tiere", also eine Art Safaripark. Man muss sich die Welt, die in diesen Songs entsteht, wie ein zum Leben erwachtes Sagenbuch vorstellen. Lieder für Buben, die noch an den Basilisken glauben.

Wolfgang Kralicek in FALTER 1-2/2007



ANZEIGE


FALTER abonnieren
×