Franz Ferdinand

Franz Ferdinand


Robert Rotifer wusste in seinen "London Soundfiles" für den Falter schon vergangenenen Herbst von einem Kunstschul-Quartett aus Glasgow zu berichten, das britischen Pop wieder mit jener Intelligenz und Finesse sowie jenem beseelten Funk buchstabiert wie einst die großen Orange Juice. Den in der Zwischenzeit entstandenen Hype darf man ausnahmsweise glauben. Franz Ferdinand schaffen auf ihrem nun erschienenen Album nämlich nichts weniger als die Quadratur des Kreises: die Arrangements sitzen so eng tailliert wie die Hemden der jungen Herren und beengen die sich dahinter verbergenden elf Song-Preziosen dennoch an keiner Stelle; die Stücke rocken wie nichts Gutes, sind jedoch gleichzeitig eleganteste Aufforderungen zum Tanz, die keine junge Dame ausschlagen wird. Und so perfekt ausgetüftelt diese knapp 38 Minuten Musik auch sein mögen - sie klingen gleichzeitig wie die natürlichste Sache der Welt. Ein Debüt auf Augenhöhe mit jenem von The Rapture und eine frühe Platte des Jahres.

in FALTER 8/2004



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