Probot

Probot


Der ehemalige Nirvana-Schlagzeuger Dave Grohl war zuletzt immer dann am besten, wenn er aus dem Gefüge seiner Alternative-Rock-Dienstleister Foo Fighters ausscherte. Das Queens-Of-The-Stone-Age-Monster "Songs for the Deaf" wurde durch sein markantes Getrommel etwa ebenso geprägt wie das letztjährige Comebackalbum der Düster-Punks Killing Joke. Mit dem Projekt Probot erfüllt Grohl sich jetzt einen klassischen Bubentraum: Er produzierte eine Handvoll sehr böser, sehr harter und in ihren besten Momenten auch wunderbar stumpfer Metal-Stücke, die er zwecks vokaler Veredelung an diverse Helden seiner Jugend weiterreichte. Und weil "Metal" hier nicht Heavy-, sondern Trash-, Speed- und Doom-Metal meint, grunzen, brüllen und, äh, singen auf den elf Stücken Legenden wie Cronos (Venom), Wino (St. Vitus), Snake (Voivod) oder der unsterbliche und über allen Lagern stehende Lemmy von Motörhead. Geiler Scheiß also - aber natürlich ein reiner Bubenspaß.

in FALTER 8/2004



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