Personare

Roman Fischer


Gefühligkeit auf ansprechendem Niveau bietet der junge deutsche Sänger auf seinem zweiten Album. Ausgestattet mit einer Falsettstimme, die an a-ha's Morten Harket erinnert, singt er den Hörer im Verlauf von 33 Minuten schwindlig. Im Gegensatz zum seelenverwandten Maximilian Hecker badet sich Fischer nicht nur in Balladenwohlklang und perlenden Pianoklängen in Zeitlupe, er drückt mitunter auch aufs Tempo. Erfreulicherweise siegt am Ende trotz einem Hang zu offensiver Gefühlsbekundung und bombastischen Prog-Rock-Etüden der Selbsterhaltungstrieb über grenzenlose Schwärmerei: "But I Will Never Die for You".

Sebastian Fasthuber in FALTER 48/2006



ANZEIGE


FALTER abonnieren
×