ENDLESS WIRE

The Who


24 Jahre nach dem letzten Studioalbum "It's Hard" veröffentlichen der Projektleiter und Gitarrist Pete Townshend und sein Sänger Roger Daltrey, die letzten beiden noch lebenden Mitglieder, also tatsächlich ein neues Who-Album. Gleich das Eröffnungsstück "Fragments" weckt Erinnerungen an den alten Überhadern "Baba O'Riley", später ist zwischen kraftvollem, aber stets fein ausgearbeitetem Rock und folkähnlicher Intimität von Stimme und Gitarre allerlei möglich - und nach neun "normalen" Songs folgt auch noch die zehnteilige Vollversion der in Auszügen bereits als Vorbote erschienenen Minioper "Wire & Glass". Auf ansprechende Weise zeitlos, ersparen sich The Who ohne große künstlerische Neuausrichtungen und trotz eines gewissen Mangels an wirklich fesselnden Momenten die Schmach eines lauwarmen Abgesangs. Anders ausgedrückt: Altes Fantum ist beim Hören von "Endless Wire" kein Fehler, Voraussetzung ist es aber keine.

Gerhard Stöger in FALTER 45/2006



ANZEIGE


FALTER abonnieren
×