Rudebox

Robbie Williams


Auf seiner neuen CD gefällt sich Robbie in der Rolle des rappenden Jogginganzugträgers. Er darf das, weil er alles darf. Außerdem ist der Zweck nobel: Rückgriffe auf eine Jugend in den Achtzigern sollen helfen, aus der Käseglocke des depressiven Superstars zu entkommen. Mithilfe u.a. des Produzentenduos Soul Mekanik zappt er sich also 75 Minuten lang ungeniert durch 17 Tracks zwischen HipHop und Elektropop, stiehlt hier von The Streets, gefällt sich dort als Pet Shop Boy, covert Manu Chao und Stephen Duffy. Das hat wieder etwas von der Leichtigkeit, die der Mann vor fünf, sechs Jahren ausstrahlte, allerdings immer wieder gebrochen von Patina und Traurigkeit.

Sebastian Fasthuber in FALTER 43/2006



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