Vielle à roue

Matthias Loibner


Mal dominieren orientalische Melismen, mal mittelalterlich anmutende Ostinati, ein Stück erinnert an Paganini-Etüden für Geige, ein anderes an einen Bach-Choral für sanft registrierte Kirchenorgel. Wären da nicht immer wieder die rhythmischen Akzentuierungen durch das typische, von einem gezielten Ruck an der Kurbel ausgelöste Schnarren, könnte man glatt überhören, dass hier eine Drehleier gespielt wird. In einer Mischung aus imaginärer Folklore, echten Traditionals und vielen Eigenkompositionen hat Matthias Loibner ein Soloalbum zusammengestellt, so vielseitig, wie man es von seinem Instrument kaum erwarten würde. Auf Ö1 wurde ihm dafür der in Kooperation mit dem Falter vergebene Pasticciopreis im September verliehen.

Carsten Fastner in FALTER 40/2006



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