DER SCHÄRFSTE GANG

Georg Ringsgwandl


Den Punk-Clown lässt der bayerische Ex-Arzt und Rock-Entertainer seit einiger Zeit nur noch auf der Bühne raus; in den Songs selbst hat er auf seinem bislang letzten Studioalbum "Gache Wurzn" (2001) zu einem entspannten Stil gefunden, der den grellen Witz der frühen Jahre ersetzt hat. Dass "Der schärfste Gang" noch stimmiger als der Vorgänger wirkt, verdankt sich wohl auch der verjüngten Band; neben dem bewährten Gitarristen Nick Woodland bringen Florian Anselm Schmidt (Bass) und Manni Mildenberger (Schlagzeug, Keyboards) frischen Wind in die Bude. In den meisten Songs singt Ringsgwandl auch diesmal ein Loblied auf den kleinen Mann; seine Helden sind Menschen, die von einem stressfreien "Leben ois wiara Kuah" träumen und zu ihrem Glück nur eine "ganz normale Frau" brauchen. Obwohl eine "Wahnsinnsfrau" mit "Mördertitten" natürlich auch nicht zu verachten ist.

Wolfgang Kralicek in FALTER 39/2006



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