B'Day

Beyoncé


Zumindest einen Preis gewinnt das Exmitglied von Destiny's Child mit seinem zweiten Soloalbum: jenen für das unfreiwillig komischste Foto in einem CD-Booklet. Dass keimfreier Beauty-Perfektionismus vom Seziertisch in der erweiterten HipHop-Welt gerne mit Erotik verwechselt wird, ist zwar ein alter Hut. Die Lächerlichkeit der Pose, in der eine leicht beschürzte Beyoncé zwei Krokodile mit Nordic-Walking-Stöcken bändigt, hat aber durchaus eine neue Qualität. Die zugehörige Musik ist bis weit in den roten Bereich aufgepimpter, bisweilen merklich übersteuerter Nullerjahrepop afroamerikanischer Bauart. Ein neues "Crazy in Love" sucht man jedoch vergeblich.

Gerhard Stöger in FALTER 36/2006



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