Savane

Ali Farka Touré


"In Amerika mögen die Blätter sein. Wir haben den Stamm und die Wurzeln." Mit diesen knappen Sätzen brachte Ali Farka Touré die Beziehung zwischen afrikanischer Musik und dem, was daraus wurde, auf den Punkt. Die vielleicht eindrucksvollste Dokumentation dieser These bietet die letzte, eben erst veröffentlichte Platte des Gitarristen aus Mali, der im Frühling dieses Jahres 67-jährig verstarb. Auf "Savane", eingespielt in seinem Heimatort Niafunké am Rande der Sahara, gibt Touré eine Art archaischen Protoblues zum Besten, neben dem selbst John Lee Hooker oder Muddy Waters wie Nachgeborene der dritten Generation klingen: ein unendlich alter, wie von selbst dahingroovender Fluss aus Musik, der von den elementarsten Dingen des Lebens erzählt. Ein würdiges Vermächtnis eines in jeder Hinsicht großen Musikers.

Klaus Taschwer in FALTER 29/2006



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