Blue Note Sessions

Nigel Kennedy


Wenn Nigel Kennedy Vivaldi spielt, lässt sich durchaus erahnen, dass der Brite in seiner Jugend nicht nur bei Yehudi Menuhin in die Schule ging, sondern auch beim Swingaltmeister Stéphane Grapelli. Nun hat der punkige Geigensuperstar nach einem Hendrix-und einem Doors-Projekt mit seiner Liebe zum Jazz Ernst gemacht und nach 16 Jahren seine zweite "klassische" Jazzplatte mit erstaunlich inspirierten Interpretationen moderner Standards eingespielt. Begleitet wurde er dabei von lebenden Legenden wie Ron Carter und Jack DeJohnette, die das ihre zum Gelingen des Projekts beitrugen. Vor allem aber leben die "Blue Note Sessions" von der unbändigen Spielfreude Kennedys - und nicht zuletzt vom Sound seiner E-Violine, die weniger nach Geige als nach Stromgitarre klingt.

Klaus Taschwer in FALTER 28/2006



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