musique pour Rain/Bow

Max Nagl


Der Saxofonist und Teilzeitklarinettist Max Nagl hat ein Händchen für szenische Musik. Die gut einstündige Komposition für das französische Varietéprogramm unter Regie von Jérôme Thomas zerfällt in zwei Teile: Das von Nagl ganz allein eingespielte "Rain" verbindet die Knister-und Knarzelästhetik mit Hahnenschreien oder U-Bahntürschließgeräuschen und melancholischer französischer Melodiesensibilität; auf "Bow" hingegen weist Nagl mit Tentettbesetzung (vielfach altgediente Nagl-Alumni) nach, dass er immer noch der beste Salonmusiker des Landes ist: Schmissig und elegant werden Jazz, Kammer-und Tanzmusik durchs Zirkuszelt getrieben, dass Nino Rota auf seinem Wolkerl freudig auflacht.

Klaus Nüchtern in FALTER 23/2006



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