Travesías

Susana Baca


Die Sängerin Susana Baca hat sich in den letzten zehn Jahren mit ihrer berückenden Neudeutung von afroperuanischen Worksongs nicht nur in die internationalen Weltmusikcharts gesungen, sondern dabei auch noch eine eindringliche politische Botschaft vermittelt, indem sie den Nachfahren afrikanischer Sklaven in Südamerika eine Stimme verlieh. Ihre neue Platte, "Travesías" ("Überfahrten"), geht diesmal weit über ihre engere Heimat Peru hinaus, ohne beliebig zu werden. Produziert von Craig Street (u.a. Cassandra Wilson oder k.d. lang) und begleitet von Kapazundern wie Marc Ribot, gibt Baca zart-bittere Lieder in insgesamt sechs Sprachen (auf Portugiesisch mit dem brasilianischen Kulturminister Gilberto Gil) zum Besten, ein-, aber nicht aufdringlich.

Klaus Taschwer in FALTER 20/2006



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