Rogamar

Cesaria Evora


Über sechs Millionen Platten hat Cesaria Evora bislang verkauft, für ihre vorletzte hat die Weltmusik-Diva von den Kapverdischen Inseln auch einen Grammy bekommen. Ihre aktuelle Platte heißt "Rogamar" (was in etwa mit "Meer-Beten" zu übersetzen wäre), ist leider eine ziemliche Enttäuschung und lässt so gar nichts vom Saxofonisten und der Ausgelassenheit hören, die das Cover verspricht. Die Kompositionen sind einigermaßen seicht, die Arrangements von einer Kitschigkeit, die man einem Meister wie Jacques Morelenbaum nicht zugetraut hätte. Gegen diese Belanglosigkeiten kann selbst Evoras immer noch eindrucksvolle Stimme wenig ausrichten.

Wendelin Schmidt-Dengler in FALTER 18/2006



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