Meds

Placebo


Die britischen Lidschattenexistenzialistenrocker Placebo bleiben ein selbsterklärendes und selbstreferenzielles System. So haben sie mit "Meds" eben eine weitere Placebo-Platte gemacht; eine gute Placebo-Platte, die Fans wie Verächter bestätigen wird. Die markante, durch Brian Molkos ausdrucksstarken Gesang zusätzlich unverwechselbare Triorocksprache kommt durch den weitgehenden Verzicht auf elektronische Elemente noch stärker zur Geltung als zuletzt; thematisch dominiert das übliche Gemenge aus Liebe und Verlust, Sehnsucht, Beklemmung und Verzweiflung. Ausgewogen verteilt und wohldosiert kredenzt man alle drei hinlänglich bekannten Placebo-Songs in unterschiedlichen Variationen: den langsamen, den flotten und den dazwischen.

Gerhard Stöger in FALTER 9/2006



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