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My Morning Jacket


Was für ein Kauz von einer Platte. Im Eröffnungsstück "Wordless Chorus" klingt das wagemutige Quintett aus Kentucky, als hätten die Pariser Edelpopper Phoenix eine vor Glück jauchzende Vertonung ihres ersten LSD-Trips angefertigt, und anschließend so, als machten sich die Psychedelikrocker The Flaming Lips zu einer Neuerkundung der dunklen Seite des Mondes auf, um ihn mit einem Rucksack voll Soul in einen Ort der entspannten Grooves zu verwandeln. Den Beach Boys sitzt irgendwann ein Rockteufelchen im Nacken, während Neil Young, ergriffen seufzend, eine Überdosis Hall erwischt und Tortoise plötzlich lange Bärte tragen und Americana-Rock für den entspannten Hippie von heute spielen. Seltsam, aber toll!

Gerhard Stöger in FALTER 6/2006



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