29

ryan Adams


Ryan Adams hat doppeltes Glück, wird seiner überbordenden Kreativität im Plattenvertrag doch große Narrenfreiheit eingeräumt. Auch wenn das für den Zuhörer nicht toll sein muss, empfiehlt es sich, jeden Schlenker dieses Herrn zu verfolgen, um das Beste nicht zu versäumen - diese Platte zum Beispiel, seine dritte innerhalb eines Jahres und sicher mit Abstand die gelungenste. Durchwegs von sehr sparsamer Instrumentierung geprägt, begeistern die Rocksongs "Twenty Nine" und "The Sadness" ebenso wie die bisweilen nur von Piano und Streichern getragenen Balladen; selbst ausufernde Songlängen von acht Minuten werden souverän bewältigt. Ob Ryan Adams ein großer Künstler oder doch nur ein großer Kunsthandwerker ist, bleibt angesichts dieser großartigen Platte vorerst egal.

Gerhard Stöger in FALTER 3/2006



ANZEIGE


FALTER abonnieren
×