Gloomy Afternoon. The Magic of Melancholy

Diverse


Neben seiner Tätigkeit als Musikjournalist und Plattenaufleger hat sich Samír H. Köck auch als Produzent und Kompilist von seelenvoller Musik hervorgetan, eine Tätigkeit, die er nun mit der Zusammenstellung eines jahreszeitlich adäquaten Doppelalbums fortsetzt. Programmatisch und unüberbietbar richtig beginnt der Soundtrack für Novembernebelnachmittage (die dann ja bis circa März immer wieder kommen) mit Chefmelancholikerin Billie Holiday und "Gloomy Sunday". Auf CD eins dominiert denn auch weiterhin weiblicher Jazzgesang (Abbey Lincoln, Helen Merrill, Nina Simone et al.) und leicht bauschen sich die Violinenvorhänge. CD zwei ist deutlich testosteronhaltiger und Singer/ Songwritergrößen wie Terry Callier, und den Tims Hardin bzw. Buckley gewidmet (für Nick Drake springt Piers Faccini ein). File under: in Schönheit sterben.

Klaus Nüchtern in FALTER 47/2005



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