Fall Heads Roll

The Fall


An sich ist es fast auszuschließen, dass ein Rockmusiker nach rund dreißig Jahren im Geschäft und unzähligen auf Tonträger gerotzten Songs noch einmal eine der besten Platten seiner Karriere aufnimmt. Dem ewigen britischen Indierock-Grantler Mark E. Smith gelang genau dieses Kunststück: Seine Band The Fall rumpelt hier mit einer Unmittelbarkeit, Intensität und, nun ja, Herzlichkeit wie in den späten Siebzigern und frühen Achtzigern (man höre nur das in seiner stoischen Rhythmik prächtig primitive Songmonster "Blindness"), ohne auch nur eine Sekunde retro zu klingen. Der Fan darf angesichts dieser Großtat ehrfürchtig niederknien, während der Neueinsteiger erkennen kann: Der Mythos "The Fall" ist äußerst real!

Gerhard Stöger in FALTER 47/2005



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