Fantasien für Klavier

Madoka Inui, Johann Nepomuk Hummel


Mozart hat ihn gratis unterrichtet, Haydn hat ihn empfohlen, Schumann wollte sein Schüler werden. Dass man von Johann Nepomuk Hummel (1778-1837) trotzdem nicht mehr allzu viel hört, liegt wohl auch daran, dass wir heute besonders die starken Handschriften schätzen - und über eine solche verfügte der in Pressburg geborene Klaviervirtuose zumindest als Komponist nicht unbedingt. Die japanische Pianistin Madoka Inui hat nun alle sechs seiner mit den unterschiedlichsten Elementen spielenden Fantasien für Klavier aufgenommen (darunter eine Ersteinspielung) und bedient damit sicher vor allem ein historisches Interesse. Etwas mehr als das hat ihre Platte aber durchaus verdient: weil sich Inui nicht mit bloßer Virtuosität begnügt und weil sie so deutlich macht, dass Mozart, Haydn und Schumann schon wussten, warum sie Hummel so lobten.

Carsten Fastner in FALTER 45/2005



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